Sauter Pianomanufaktur - Qualitätsmerkmale
Handarbeit
Kunst, die klingt.
Handwerk, das lebt.
Noch heute gibt die Manufaktur-Philosophie bei SAUTER den Ton an. Die Elemente, die einem Piano seine Seele verleihen, entstehen in sorgfältiger Handarbeit. Bei uns herrschen nicht Maschinen, hier sind Meisterhände am Werk. Das Ergebnis ist hör-, sicht- und fühlbar: Qualität, Seele und Individualität statt uniformer Massenproduktion.
Kein Roboter, kein Algorithmus, nur Hände und menschliches Gespür bewältigen die Feinarbeit.
Technik & Material
Präzision, die man hört – Klangqualität mit Konzept
Die außergewöhnliche Klangqualität der SAUTER Klaviere und Flügel ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines fein abgestimmten Zusammenspiels zahlreicher Faktoren: von der sorgfältigen Holzauswahl über eine präzise Verarbeitung bis hin zu hochpräzisen Komponenten aus Messing, Stahl oder Titan.
Zugleich steht SAUTER seit jeher für wegweisende Innovationen. Beispiele sind exklusive SAUTER’sche Sphärische Wölbung® des Resonanzbodens, die RR Mechanik, die patentierten Konstruktion des Tonhaltepedals (Sostenuto-Pedal) für Klaviere oder eine Vielzahl an Konstruktions- und Forminnovationen.
- die richtige Auswahl der Hölzer für Resonanzböden, Klangsteg und Rippen
- die „SAUTER’sche Sphärische Wölbung®“
- die präzise Verarbeitung der Stege und der Stegstifte
- die hohe und gleichbleibende Qualität der Saiten
- die hochpräzisen Agraffen für eine klare Begrenzung der klingenden Länge der Saiten
- die hochwertigen Komponenten der Saitenaufhängung wie Agraffen und Anhangstifte, die mit hoher Genauigkeit aus Messing bzw. Stahl und bei den Konzertflügeln 275 CONCERT und OMEGA Plus sogar aus reinem Titan gefertigt sind. Die Ausführung aller klangrelevanten Komponenten wird für jeden Klaviertyp individuell entwickelt und konstruiert.
Der Resonanzboden
Das Geheimnis des besonderen Klanges ist die spezielle „SAUTER’sche Sphärische Wölbung®“ des Resonanzbodens aller Klaviere und Flügel aus dem Hause SAUTER. Diese dauerhaft stabile und klangfördernde Wölbung entsteht durch einen weltweit einzigartigen Herstellungsprozess, der nur mit einer langjährigen Erfahrung beherrschbar ist. Ausgangspunkt ist gleichmäßig gewachsenes Fichtenholz aus hochgelegenen Mittelgebirgs- und Alpenregionen, das besonders hart und dennoch leicht und elastisch ist. Entscheidend für die präzise Wölbung sind die Formen und die Positionen der Rippenstäbe, die unter hohem Druck in einer Form mit dem Resonanzboden verleimt werden. Dadurch stabilisieren sie die Wölbung, die eigenständig bestehen bleibt, ohne in ihre flache Form zurückkehren zu wollen. Dies fördert den gewünschten Membraneffekt für eine dauerhafte Klangreinheit. Das in jahrelanger eigener Forschungsarbeit entwickelte Herstellungsverfahren des Resonanzbodens ist eines der Merkmale, die den SAUTER Klang so einmalig lebendig und strahlend machen.
Stege und Saiten
Die Übertragung der Energie der schwingenden Saiten erfolgt mittels der Klangstege, die mit dem Resonanzboden verleimt werden. Die Saiten liegen auf diesen Stegen mit einem ganz bestimmten Stegdruck und werden durch die Stegstifte fixiert, damit möglichst viel Schwingungsenergie auf den Resonanzboden übertragen werden kann.
Entscheidend für Klangcharakter und Ausdruckskraft ist das präzise Zusammenspiel von Saitenstärke, Saitenzug und Stegdruck. Bereits kleinste Veränderungen beeinträchtigen die Klangseele. SAUTER verwendet hochwertige Stähle mit idealer Härte, im Bassbereich umsponnen mit 99,9 % reinem Kupfer. Zur maximalen Qualitätskontrolle werden die Saiten im eigenen Haus gefertigt.
Gussplatte und Raste
Der gusseiserne Rahmen aus eigener Konstruktion, in der Fachsprache Gussplatte genannt, muss die gewaltigen Kräfte des Zuges aller Saiten von über 20 Tonnen dauerhaft aufnehmen, ohne sich zu verbiegen und ohne mitzuschwingen. Das schafft nur ein Rahmen aus handwerklich aufwändigem Grauguss mit konstruktiven Feinheiten, wie sie von SAUTER eingesetzt werden.
Der Resonanzboden ist fest mit einer starken Raste verankert. Raste nennt man die schwere Balkenkonstruktion auf der Rückseite des Klaviers oder auf der Unterseite des Flügels. Dadurch kann der Resonanzboden frei schwingen und die Schwingungsenergie wird von der Raste immer wieder reflektiert, was das Erklingen der Töne verlängert.
Die Mensur
Anders als in der rein rationalen Ingenieurskunst spielt im Klavierbau das subjektive Klangempfinden eine zentrale Rolle. Am Anfang steht die Entscheidung, wie ein Klavier klingen soll. Daraus entsteht die Mensur – der Entwurf von Saitenlängen, Querschnitten und Zugkräften –, gewissermaßen der genetische Bauplan des Instruments. Moderne Computerprogramme unterstützen heute die Berechnung, doch gerade in diesem Kernbereich ist empirische Arbeit unverzichtbar. Sie erfordert musikalisches Gespür, Erfahrung und Intuition. Diese Fähigkeiten, verbunden mit über 200 Jahren Tradition, prägen den klaren und unverwechselbaren Klang der SAUTER Klaviere und Flügel.
Die Hammerköpfe
Der Hammerkopf ist nicht nur die Schnittstelle zwischen dem musizierenden Menschen und dem Klangkörper, er ist auch an der Ausformung des Klanges und somit an der musikalischen Ausdruckskraft beteiligt. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden: die Stärke, die Beschaffenheit und die Form des Filzes, der Hammerstiel und der Hammerkern und die Art der Verleimung bestimmen über das Spektrum der Obertöne und somit über die musikalische Qualität des Instruments. Das Optimum hierzu lässt sich nicht berechnen, sondern nur mit Gespür und Erfahrung erreichen.
Das Intonieren
Die Klavierbauer bei SAUTER geben dem Hammerkopf mit Hilfe von dünnen Nadeln und feinstem Schleifpapier die gewünschte Form und Elastizität, um aus jedem SAUTER Klavier den unverwechselbaren SAUTER Klang entstehen zu lassen. Auch hier entscheidet, neben der handwerklichen Fähigkeit und Erfahrung, das musikalische Gespür über den Erfolg. Nur ein fein intoniertes Instrument kann seine Klangfülle voll entfalten und alle Nuancen des Spiels zum Ausdruck bringen.
Das Spielwerk
SAUTER war der erste Pianofortehersteller, der den modernen Stahlstuhlrahmen einführte und damit ein Verziehen der Klaviatur dauerhaft verhinderte. Die Mechanik als Herz des Spielwerks wandelt den Tastenanschlag mit höchster Präzision in Schwingungsenergie um. So entsteht ein reiches Obertonspektrum, das je nach Anschlagsstärke seine Ausdruckskraft entfaltet. Voraussetzung dafür ist eine perfekt konstruierte, gefertigte und justierte Mechanik.
Wer die SAUTER Manufaktur besucht, erlebt, dass hier mehr als Handwerk geschieht: Über 6.000 Teile aus Holz, Leder, Filz und Metall fügen sich zu einem Instrument von grenzenloser musikalischer Ausdruckskraft.
Eine kleine Geschichte großer Klavierbaukunst.
Aus einer kleinen Werkstatt hervorgegangen, entwickelte sich SAUTER über Generationen hinweg zu einer international renommierten Manufaktur. Getragen von Pioniergeist, höchstem Qualitätsbewusstsein und einem feinen Gespür für Klang und Design prägt SAUTER den modernen Klavierbau bis heute – mit innovativer Technik, edlen Materialien und zeitloser Ästhetik.